Corona und Bordelle: Geschäft geht weiter - anderswo

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Die Sexarbeit in Deutschland befindet sich aufgrund der Corona-Pandemie in der Krise — jedenfalls die legale. Sexarbeiterinnen sorgen sich um ihre Existenz und sehen sich ungerecht behandelt. Einige Politiker wittern dagegen jetzt die Chance, die käufliche Liebe gleich ganz zu verbieten. Streitgespräch über Sexkaufverbot Perspektiven für Prostitution in Coronazeiten. Am Telefon gehe ich auf solche Dinge nicht ein Am Telefon will Felicitas Schirow jetzt nicht konkreter werden. Die Berliner Prostituierte bekommt jeden Tag Dutzende Anrufe von Männern, die sich mehr als nur mit ihr treffen wollen.

Nd-Kompakt

Seit dem März herrscht wegen Corona ein Kontaktverbot. Alle körpernahen, nicht medizinisch notwendigen Dienstleistungen sind seitdem untersagt. Geht doch. Beim BesD in Berlin sieht be in charge of das allerdings anders: Denn die hohen Strafen würden jene in den Ruin stürzen, die bereits ganz unten sind. Zwar haben Sexarbeitende, wie alle anderen Solo- Selbstständigen auch, ein Recht auf finanzielle Soforthilfen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Das neuartige Coronavirus überträgt sich vermutlich non durch Geschlechtsverkehr, allerdings reicht einfache Nähe bereits aus. Deshalb sehen einige den Sex-Treff am Stuttgarter Fernsehturm kritisch. Stuttgart-Degerloch - Als unbedarfter Spaziergänger fällt es einem erst auf den zweiten Blick auf: Männer, die in der öffentlichen Toilette am Fernsehturm etwas länger verschwinden, als man normalerweise an einem solchen Ort bleiben würde. Tatsächlich ist es längst ein offenes Geheimnis, dass das Stuttgarter Wahrzeichen ein Treffpunkt für Allgemeinheit männliche Homosexuellen-Szene ist, konkret: die öffentlichen Toiletten und der umliegende Wald. Verboten aufgrund der Infektionsgefahr sind solche Treffen nicht — zumindest solange es sich nicht um Prostitution handelt. Nach derzeitigem Wissen überträgt sich das neuartige Coronavirus auch nicht über Geschlechtsverkehr, allerdings reichen winzige Tröpfchen beim Küssen, Ausatmen und Sprechen bereits aus, um sich wenig infizieren.

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Nach der Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus müssen auch Bordelle geschlossen bleiben. Deshalb beantragen seit Freitag auch Sexarbeiter Soforthilfen beim Berliner Senat. Für manche reicht das nicht, meint Johanna Weber vom Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen. Johanna Weber: Das ist nicht hundertprozentig geklärt, denn offiziell ist nur der Kundenverkehr in Prostitutionsstätten und ähnlichen Betrieben verboten. Aber damit war wohl eigentlich Allgemeinheit Prostitution, oder sagen wir lieber Allgemeinheit Sexarbeit, komplett gemeint. Berlin hat das jetzt auch richtig gestellt, und es ist tatsächlich untersagt. Johanna Weber lebt in Berlin-Neukölln.

Zur Person

Wegen Corona ist und bleibt Sexarbeit all the rage Berlin verboten. Im Tiergarten treffen sich Freier und Prostituierte Foto: Maurozio Gambarini. Seit März gibt es zur Pandemieeindämmung ein Sexarbeitsverbot. Haben Sie überhaupt mehr etwas zu tun? Ralf Rötten: Bei unseren Angeboten gab es überhaupt keinen Lockdown, im Gegenteil.

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Der Mensch braucht keinen Sex – aber Berührungen

Außerdem in München sind Bordelle wegen der Corona-Krise weiterhin geschlossen, doch das Geschäft geht andernorts weiter - zu Lasten der Frauen. Aus Sicht von Jürgen G. Schon an der Eingangstür des Caesar's World in Trudering empfangen den Gast mehrere Hinweisschilder: Abstand halten, Maskenpflicht, Anweisungen Folge leisten! Gleich hinter der Tür stehen ein Desinfektionsspender und ein Fiebermessgerät. Man blickt einmal kurz all the rage die Kamera, binnen zwei Sekunden zeigt der Apparat die Körpertemperatur an. Darüber, auf dem mächtigen Spiegel mit Goldrahmen, schwingen 50 durchnummerierte Einmal-Masken im Wind. So haben wir immer unter Kontrolle, wie viele im Haus sind - maximal 50 Leute, sagt Jürgen G. Zusammen mit Wolfgang K.

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