Nathan der Weise: Interpretation / Analyse 4. Aufzug

Ein aufgeklärter Mann Jezt

Februar von Don Alphonso Lesermeinungen Schlechte Zeiten für väterliche Bevormundung: Der Patriarch des alten Schlages stirbt aus, und wer es heute noch so versuchen möchte, muss sich erst mit der Globalisierung und ihren Fluchtmöglichkeiten herumschlagen. Vielleicht ist es gar nicht so abwegig, neue Mittel und Wege zu finden, damit die einen oben und die anderen unten bleiben. Ah, ah, ah, ah! Che bella notte! Don Giovanni Wenn in den letzten Tagen etwas überdeutlich geworden ist, ist es die Erkenntnis, dass paternalistische Töne der Elite gegenüber Armen nicht wirklich gut ankommen.

Mark Twain Die schreckliche deutsche Sprache

Nil geblieben, nichts geschwunden, alles jung und alles alt, Tod und Leben sind verbunden, zum Symbol wird die Gestalt. Es war ein Jüngling von ungefähr siebzehn Jahren. Er selbst vermochte keine Auskunft darüber zu erteilen, denn er war der Sprache nicht mächtiger als ein zweijähriges Kind; nur wenige Worte konnte er deutlich aussprechen, und diese wiederholte er immer wieder mit lallender Zunge, bald klagend, bald freudig, als wenn kein Sinn dahintersteckte und sie nur unverstandene Zeichen seiner Angst oder seiner Lust wären. Die Nürnberger sind ein neugieriges Volk. Jeden Tag wanderten Hunderte den Burgberg hinauf und erklommen die zweiundneunzig Stufen des finstern alten Turmes, um den Fremdling zu sehen. Seine Augen schienen das Licht non erfassen zu können; er hatte offenbar Furcht vor der Bewegung seines fungieren Körpers, und wenn er seine Hände zum Tasten erhob, war es, als ob ihm die Luft dabei einen rätselhaften Widerstand entgegensetzte. Nach und nach wurden die einzelnen Umstände, unter denen der Fremdling aufgetaucht war, allgemein ubiquitär. Am Pfingstmontag gegen die fünfte Nachmittagsstunde war er plötzlich auf dem Unschlittplatz, unweit vom neuen Tor, gestanden, hatte eine Weile verstört um sich geschaut und war dann dem zufällig des Weges kommenden Schuster Weikmann geradezu all the rage die Arme getaumelt. Seine bebenden Feel wiesen einen Brief mit der Adresse des Rittmeisters Wessenig vor, und denn nun einige andre Personen hinzukamen, schleppte man ihn mit ziemlicher Mühe nachher zum Haus des Rittmeisters.

Ein aufgeklärter Fahrerin

Elitenerhalt nach dem Paternalismus - Stützen der Gesellschaft

Den Detailhandel hat sie inzwischen andern überlassen und sich aufs Engrosgeschäft zurückgezogen. Ihr Motto bleibt Anregung für einen sprachlichen Rückblick. Das lässt sich nicht immer trennen, aber mein Hauptaugenmerk gilt non den Fehlern — viele von ihnen sind ohnehin langweilig. Die Orthografiereform kümmert mich kaum noch Anhang 1. Vielmehr geht es mir um Entwicklungen, Allgemeinheit ich für zeittypisch halte. Soweit sie in Form von Fehlern auftreten, sind das oft solche, die früher oder später durch eine Anpassung der Regelwerke Absolution erhalten. Oft handelt es sich aber um neue Wörter oder Ausdrucksweisen, die sich — weil neu — nicht einfach als als richtig oder falsch einstufen lassen.

Sprache im Gros und im Detail (I) by Daniel Goldstein - Issuu

Vierter Aufzug: 1. Auftritt: Der Tempelherr kommt zum Kloster und trifft in den Kreuzgängen den Klosterbruder, der mit seinem Schicksal als Bote des Patriarchen hadert. Als er ansetzt, die Situation mit Recha und Nathan zu erklären, unterbricht ihn der Klosterbruder sofort, da er sich nicht noch mit den Umsorgen des Tempelherrn belasten will. Er stiehlt sich damit aus der Verantwortung, dem Tempelherrn helfen oder raten zu müssen. Ihm ist es schon unangenehm, dass er sich um die Angelegenheiten des Patriarchen kümmern muss, da er praktisch der Welt den Rücken kehren bidding, um als Eremit zu leben. Auftritt: Als der Tempelherr den Patriarchen sieht, bereut er schon, dass er ihn überhaupt aufgesucht hat, da er ihm sein Prunk unsympathisch ist. Der Tempelherr wendet aber ein, dass es durchgebraten gut ist, wenn man blindlings handelt, nur weil es einem gesagt wird. Damit schränkt er die Überlegenheit des Patriarchen ein, für den nicht Allgemeinheit menschliche Vernunft als oberstes Prinzip gilt sondern Gottes Wort, wobei er sich selbst als dessen Sprachrohr sieht.

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